20 Jahre Profiskipper

über 80.000 sm im Kielwasser
Skipper Jochen auf der Jojo

In diesem Jahr feiere ich mein 20-jähriges Dienstjubiläum. 20 Jahre Profiskipper!

Kaum zu glauben wie die Zeit vergeht. Seit 20 Jahren mache ich einfach das, was ich am Liebsten tue – segeln!

Ich wurde schon oft gefragt wie es soweit kommen konnte. Viele vermuten dann eine Familientradition, und der Papa hat es dir schon als Kind beigebracht. Weit gefehlt! Mein Vater hat Briefmarken gesammelt .... aber ach ... über das Trauerspiel meiner Familie möchte ich mich gar nicht auslassen. Ich will euch ja nicht zum Weinen bringen.

Keiner aus meiner Familie oder meinem Freundeskreis hat etwas mit Wassersport zu tun gehabt. Ah, doch einer, der hatte ein Surfbrett, mit dem ich es auf dem Allersee mal probieren durfte.

Also wie zum Teutas bin ich dazu gekommen?

 

 

Die kurze und korrekte Antwort lautet: durch eine Vision!

Wie ich als Landratte meine Liebe zu Segelschiffen gefunden habe

Eine Vision wird Realität.
Eine Vision wird Realität.

Immer, wenn ich die Geschichte Abends im Cockpit erzähle, schauen mich an diesem Punkt dann Menschen mit gekräuselter Stirn an. Hä?? Wie? Also wieso? Vision? Erzähl mal genauer!

 

Ich war in einer Eliteausbildung für Führungskräfte im Handel. Wir waren ein karrieregeiler, kleiner Haufen junger, aufstrebender Roboter, denen jede Art von Fortbildung ermöglicht wurde.

So waren wir dann mal wieder auf einem Rethorik Seminar in einem Hotel im Spessart. Am Abend kommt der Seminarleiter zu mir und läd mich auf ein Bier im Foyer ein. Ich kann mich noch an seinen Namen erinnern: Gerald Ott. Und dann folgte ein kurzes Gespräch, das langsam aber stetig mein ganzes Leben verändern sollte. Ich bin ihm so dankbar dafür!

 

Er sagte: Ich sehe euch alle so voller Eifer. Ihr wollt Titel haben, Verantwortung übernehmen und viel Geld verdienen. Aber all das ist hohl und schal, wenn kein höheres Ziel dahinter steht.

Ein höheres Ziel?? Ist das Ziel nicht Chef zu sein und Kohle zu machen??

Dann sagte er zu mir: Nein, das ist es nicht! Ich weiß von dir, dass du meditierst. Wenn du das nächste Mal ganz entspannt im Alpha-Zustand bist, dann versuche dir vorzustellen, dass du total zufrieden mit deinem Leben bist und in deinem Leben angekommen bist. Wenn du dann fühlst, dass dein Leben rund ist, öffne deine inneren Augen und schaue in welchen Lebensumständen du mit diesem Gefühl bist. Wenn du dann eine Vision hast – go for it! Das ist dann deine Bestimmung. Alles andere ist unwichtig.

 

 

Bei meiner nächsten Meditation habe ich mich an das Gespräch erinnert und wollte es auch ausprobieren. Als ich das Gefühl von innerem Frieden und dem "ich bin glücklich und in meinem Leben angekommen"  verankert hatte, habe ich mein inneres Auge geöffnet und fand mich in einer Hängematte auf dem Vorschiff einer Segelyacht, die vor Anker in einer Bucht lag.  

Bis dahin war ich noch nicht mal auf einer Jolle segeln. Keine Ahnung, ob ich nicht gleich Seekrank sein würde. Was war das für eine komische Vision für eine absolute Landratte?

Aber es ließ mich nicht mehr los. Sollte es eine Weltumseglung werden? Was braucht man für Scheine? Was kostet ein vernünftiges Boot? Fragen über Fragen ....

 

Ich bin dann auf die BOOT nach Düsseldorf gefahren und es war deutlich, wie mein Herz anfing zu schlagen, als ich die tollen Yachten gesehen habe. Bewaffnet mit vielen Prospekten und Träumen habe ich dann in Berlin erst einmal einen Binnensegelschein gemacht. Das ist ja ganz nett, aber eins war gleich klar - mein Ding sind Dickschiffe. Wenig später habe ich dann auch den BR-Schein auf der Ostsee gemacht und es stellte sich heraus, dass ich großes Talent und gutes Gespür für Wind, Welle und Schiff habe.

 

Über den großen Teich

Horta auf den Azoren, die berühmten Gemälde auf dem Kai und "Peter´s Sportscafé" darf nicht fehlen
Horta auf den Azoren, die berühmten Gemälde auf dem Kai und "Peter´s Sportscafé" darf nicht fehlen

Mit dem Segelschein in der Tasche wollte ich dann natürlich mehr erleben und habe meinen Urlaub mit Segeltörns als Mitsegler verbracht. Unter anderem auch über den großen Teich. Der Atlantik hatte sich auf dem Törn von seiner rauhen Seite gezeigt und wir waren mit einer recht maroden Baltic 54 unterwegs. Gegen den Wind und die 8 Meter Wellen war es eine harte Zeit an Bord. Es war ein Flashdecker mit winziger Sprayhood. Das führte dazu, dass jede Welle über das ganze Schiff gerollt ist und dem Steuermann voll auf die Brust gehauen hat. So die 4 Stunden Wache durchzuhalten war echt anstrengend. Der Motor hatte Totalschaden und die Elektrik einen Kriechstrom, so dass wir alles an Strom abklemmen mussten und nur nach Gefühl durch die pech- schwarze Nacht gesteuert sind – ohne Autopilot. Es ging eh nur darum heile über die Brecher zu kommen und die Yacht nicht quer zu den Wellen zu legen. 300 sm vor England dann totale Flaute und wir waren manövrierunfähig. Mein Urlaub war schon seit ein paar Tagen abgelaufen, als wir in Plymouth unter Segeln an der Mole festgemacht hatten. Ich habe den Boden geküsst! OK, viel gelernt. Ich habe es mal erlebt bzw. überlebt. Aber Spaß? Ne, eher nicht. Danach stand für mich fest, dass ich lieber in Shorts und T-Shirt segeln möchte.  

 

Auf den Fotos sieht man oben das weltberühmte "Peter´s Sportscafe". Darunten den berühmten Hafen von Horta auf den Azoren mit alle den Gemälden, die Segler dort hinterlassen. Unten dann ein Bild von unserem Törn. Als es richtig hart kam, hatte keiner mehr seine Kamera raus geholt weil das Cockpit ständig unter Wasser war. Da gab es auch noch keine Gopro sondern nur analog Knipsen!

Vom Mitsegler zum Hobbyskipper. Wie ich meinen ersten Job als Skipper bekam

Segeltörn Sardinien mitmachen
segeln macht glücklich

Den nächsten Törn hab ich dann an der türkischen Riviera gebucht. 14 Tage. Leider hatte der verantwortliche Skipper schon lange keine Heuer mehr bekommen. Auch die Sekretärin der Segelagentur, die auf dem Törn dabei war, hatte kein Geld für ihn mitgebracht. Damals musste ein Skipper in der Türkei die Yacht in seinen Papieren eintragen. Als er sie ausgetragen hat kam unsere Yacht dann an den Zollhaken und wir hingen fest. Man, was waren wir sauer! Wir haben dem Veranstalter viel Druck gemacht. Als er dann sagte, er wisse ja auch nicht, was er jetzt machen soll, hab ich ihm vorgeschlagen eine kleinere Yacht zu chartern und ich würde sie segeln. Das hat er dann auch gemacht. Die Sekretärin an Bord war ganz begeistert davon, wie ich den Törn geskippert habe und hat ihrem Chef von mir vorgeschwärmt. Darauf hat er mir sogar eine Heuer überwiesen und mich gefragt, ob ich in meinem Urlaub nicht für ihn skippern wollte. Seitdem habe ich nie mehr für einen Törn etwas bezahlen müssen. Ab da habe ich meine ganzen Urlaube als Hobbyskipper verbracht. Der erste Schritt zum Segel-Profi war gemacht.

Raus aus der Tretmühle ! ein neues Leben beginnt

Mitsegeln auf der JOJO Segeltörn mit Skipper
Karibik mit dem Katamaran 2000

Meine berufliche Karriere war - äußerlich betrachtet - sehr gut verlaufen. Ich war Anfang 30, auf meiner Visitenkarte stand "wichtig, wichtig". Ich war Geschäftsführer einer großen Filiale - Chef von mehr als 80 Mitarbeitern und hatte ein dickes Gehalt. Aber das Leben machte so gar keinen Spaß. Der kleine Hippie in mir, der schon als langhaariger Schüler durch halb Europa getrampt war, wollte mehr vom Leben!

Als ich eine kleine Eigentumswohnung abgezahlt hatte und noch ein paar Mark auf der hohen Kante lagen, kam die Entscheidung mein Leben noch einmal komplett umzukrempeln. Ich wollte Trainer werden und Seminare abhalten bis ich das Geld für eine eigene Yacht zusammen habe. Also machte ich meine Ausbildungen zum Verhaltenstrainer und zum Mentaltrainer. Das war Inhaltlich super interessant und hat mir viel Spaß gemacht, außerdem konnte ich selbständig sein. Ich habe ein offenes Seminar angeboten mit dem Titel "mein Leben selbst gestalten". Aber hatte ich das denn für mich selber schon umgesetzt?

 

Während ich mich um Akquise bei großen Firmen bemühte, kamen ständig Hilferufe von dem neuen Segelveranstalter, für den ich in meinem Urlaub unterwegs war. Jochen, Jochen wir brauchen dringend einen Skipper auf den Liparischen Inseln. Ja ok, mach ich. Dann war ich gerade ein paar Tage zurück und "ring, ring" das Telefon. Jochen Elba! Schon Übermorgen! Dann Griechenland, Sardinien, Karibik usw. So war ich fast den ganzen Sommer als SOS Skipper unterwegs. Monohulls, Katamarane, was immer man mir als Yacht gegeben hat, habe ich gesegelt. Die Crews kamen vom Veranstalter, der einen guten Katalog hatte. Internet gab es zu dem Zeitpunkt nicht. Wir hatte gerade mal die SMS entdeckt.  

Segeln zwischen den Liparischen Inseln

So wurde die Türkei zu meinem Segelrevier

Im nächsten Frühjahr kam ein anderer Veranstalter auf mich zu und machte mir ein Angebot. Du bekommst eine feste Yacht zugeteilt mit eigener Kabine und ich leg ein paar Euro drauf, dann segelst du für mich von April bis Anfang November nonstop ab Rhodos. Diese Erfahrung wollte ich dann schon gerne mal machen. Darauf habe ich alle laufenden Kosten runter gefahren. Mein Auto verkauft, das Telefon abgemeldet, die Renten- und Krankenversicherung gekündigt, meine Wohnung möbliert vermietet und bin mit meinem Seesack losgezogen. Es sollte aber nur das eine Jahr werden!

In dem Sommer stellte sich sehr schnell heraus, dass ich wesentlich lieber an die türkische Küste gesegelt bin als zu den griechischen Inseln. Die Herzlichkeit und familiäre Atmosphäre bei den Türken hatte mich im Bann.

 

In so einer langen Saison lernt man viele andere Segler kennen und so kam es zu einer "folgenschweren" Bekanntschaft mit einem Schweden, der schon über 70 war und die Lust am Segeln verloren hatte. Er wollte nach Thailand, aber seine Yacht in Marmaris einen ganzen Sommer in der Marina zu lassen war ihm viel zu teuer. Seine Yacht, die "Ceylan" war eine Ozeanis 430 und gefiel mir sehr gut. Da habe ich ihm den Vorschlag gemacht, dass ich mich um die Yacht kümmere. Sie warte und dafür sorge, dass er keine Kosten hat. Ich wollte Mitsegeltörns veranstalten und habe ihm versprochen, dass er pro Gast 100 € bekommt. Keine Ahnung was und wie viel dabei rauskommen würde. Er hatte tatsächlich soviel Vertrauen zu mir, dass er sich darauf eingelassen hat.

Wie Geoege W Bush meine Skipper-karriere beflügelt hat

Hier hat die Ceylan schon eine deutsche Flagge. Anfangs war es eine schwedische.
Hier hat die Ceylan schon eine deutsche Flagge. Anfangs war es eine schwedische.

Was für eine blöde Idee von mir selbständig Mitsegeltörns anzubieten in einer Zeit, in der das Internet als Werbeplattform noch gar nicht existierte. Ich habe Flug-blätter verteilt und ein paar Anzeigen in Zeitungen geschaltet, aber die Resonanz war sehr mager.

Der befreundete Segelveranstalter wollte leider nicht bei mir einbuchen, weil sie selber eine Yacht in der Türkei gechartert hatten. Es sah ohnehin sehr schlecht aus und dann kam noch der Irankrieg, um meine Hoffnungen auf eine gute Saison entgültig zu zerstören.

Es war das Jahr 2003 und der olle W. Bush hat diesen sinnlosen Krieg mit dem Iran angefangen. In den Medien wurde oft von Kämpfen an der türkischen Grenze berichtet und keine Sau wollte in der Türkei Urlaub machen. Es sah alles nach einem absoluten Flop aus.

Ende März meldete sich der Geschäftsführer von der Segelagentur und sagte mir, dass die Türkei so schlecht läuft, dass sie ihre gecharterte Yacht zurückgeben wollten. Ob ich ihre Buchungen übernehmen möchte?

Dafür musste ich dann aber von Bodrum starten. Na klar! So wurden aus 10 Buchungen schon mal 30!

Kaum waren wir im April in Bodrum am Start, da wurde der Krieg beendet. Und bähm! Das Interesse an der Türkei war wieder da. Über den Agenten kamen Buchung über Buchung. Am Ende hatten wir eine super Auslastung. In 32 Wochen waren es 136 Gäste an Bord! Hammer!!

Als ich mich mit dem alten Schweden Ende Oktober dann wieder in Marmaris getroffen habe, um ihm seine Yacht zurück zu geben, kam er mit gemischten Gefühlen. Als ich ihm dann sagte, da steht die Yacht – alles läuft und hier hast du 13600 €. Da waren seine Augen am Leuchten und er fragte ganz spontan:

Was machst du nächsten Sommer?

Ein paar Tage später meldet sich die Segelagentur. Hey Jochen, also unsere Gäste waren alle begeistert von deinen Törns. Was machst du nächstes Jahr? Dann nehmen wir erst gar keine eigene Yacht, sondern lassen dich unsere Türkeitörns fahren.

 

Na dann – geh ich doch wieder segeln. Und so wurde ich vom angestellten Skipper zum Subunternehmer. In den folgenden Jahren war ich für den Agenten der Mann, der die Türkei bedient und auch die Ceylan sollte ich noch lange segeln.   

Segeltörns an der türkischen riviera - aller Anfang ist schwer!

Ein glücklicher Skipper. Wenn man in seinem Leben angekommen ist.
Ein glücklicher Skipper. Wenn man in seinem Leben angekommen ist.

Das klingt für dich wahrscheinlich so, als würde ab da ein paradiesisches Leben anfangen. Ich könnte das jetzt auch so beschreiben. Es ist ja immer die Frage, was erzäht man, und was lässt man weg. Die Wahrheit ist, dass so ein Leben als Aussteiger auch viele Rückschläge und Widrigkeiten mit sich bringt. Eine falsche Partnerin und der böswilligste Nachbar den man sich vorstellen kann haben mit dem Skippern nur bedingt zu tun, sind aber der Grund, warum bereits im Winter, vor der Segelsaison, dicke schwarze Wolken über meinem Paradies aufzogen...

Die nächste Segelsaison sollte ja planbar sein. Der Agent hat die Abnahme von Kojen garantiert und die Ceylan ist ein prima Schiff. Aber der Saisonstart war extrem schwer. Erst wollte die Marina uns nicht mit der Ceylan auslaufen lassen, obwohl ich einen Chartervertrag mit dem Eigner vorzeigen konnte. Dann wurde es ungewöhnlich schwierig die behördliche Genehmigung für die Mitsegeltörns zu erhalten. Da hatte ein Mitbewerber versucht mich zu sabotieren und alle seine Kontakte genutzt, um mir das Leben schwer zu machen.

Meine Freundin hatte mich bereits vorher zur Verzweiflung gebracht, da ruft auch noch der Agent an und möchte seine garantierten Abnahmen stornieren, weil es zu wenig Buchungen gibt. Wie sagt man? Haste Scheiße am Schuh, dann haste Scheiße am Schuh, und so kamen noch gravierende Probleme mit dem Motor der Yacht dazu. Die Segel rissen beide beim ersten kräftigen Meltemi und der Eigner sah nicht ein, dass er Geld in seine Yacht investieren muss. Wer jetzt sagt, da habe ich doch lieber einen Arbeitsvertrag als Angestellter und mache in meinem Urlaub einen Segeltön ohne Verantwortung tragen zu müssen, den kann ich gut verstehen.

 

Aber Wiederstände sind dafür da, um sie zu überwinden. Motor und Segel müssen unbedingt in Ordnung sein, ich segel ja mit Gästen an Bord! Also habe ich das vorfinanziert und dem Eigner das Geld nachher von seiner Chartergebühr abgezogen. Nachdem der Chef der Marinepolizei mich erst einmal zum Cay (Tee) eingeladen hatte, gab es auch mit den Behörden Frieden. Viele kurzfristige Buchungen führten dazu, dass die Auslastung doch ganz brauchbar war, und so konnte ich mich endlich auch wieder am Segeln erfreuen und mein Leben genießen. 

Ich bin genau da, wo ich sein will

In meinen Timer 2004 habe ich im September geschrieben:

"Ich habe alles was ich wollte in meinem Leben erreicht. Was soll noch kommen?"

 

Die Menschen in der Türkei sind sehr herzlich, so wurde der Sommer auch durch ungewöhnlich schöne zwischenmenschliche Erlebnisse geprägt. Besonders die Törns nach Selimiye zu meinem Freund Ilhan waren für meine Crew und mich immer ein Highlight. Volleyball in Knie tiefem Wasser und nach dem BBQ habe ich am Lagerfeuer Gitarre gespielt. Oft sind andere befreundete Skipper mit Crew dazu gekommen, und auch viele Türken aus dem Dorf, und haben mit uns zwischen den Hausruinen Party gemacht. Eine unglaublich authentische, puristisch schöne Zeit. GLÜCK BRAUCHT KEINE PALÄSTE. Schaut euch die Fotos an.

Obwohl der schwedische Eigner der Ceylan mit dem Verchartern noch guten Gewinn gemacht hatte, fand er es doof, dass man ins Boot auch investieren muss. Unter den Exmitseglern gab es jemanden, der die Yacht kaufen wollte, vorausgesetzt ich mache weiterhin Törns damit. Ja super! Ein Vertrag ist schnell gemacht, alle sind happy und jetzt wurde auch einiges in die Yacht investiert.

 

Von der zerstörerischen Beziehung hatte ich mich getrennt, die Yacht war besser als je zuvor am Start und der Agent hat wieder Kojen abgenommen. Inzwischen hatte ich gute soziale Kontakte bei den Behörden, in den Buchten, bei Handwerkern und vielen anderen Skippern und Liveabords. Ich war bestens vertraut mit dem Revier und seinen thermischen Besonderheiten. Das Segeln an der türkischen Riviera wurde zum Heimspiel. Ich kannte jede Welle beim Vornamen.

Wie es dazu kam, dass ich nach Portugal auswanderte

Portugal, hier lebe ich jetzt im Winter
Portugal, hier lebe ich jetzt im Winter

Inzwischen fand ich es blöde ausgerechnet den Winter in Deutschland zu verbringen. Die Zeit in der alles grau, nass und trüb ist. Ich bin eine Kälte-Mimi - das gebe ich zu. Ich empfinde es als eine Einschränkung der Lebensqualität, wenn man wegen des Wetters nicht vor die Türe gehen mag. Außerdem war da immer noch mein Horrornachbar mit Vorkaufsrecht auf mein kleines Hexenhaus und unserem Gemeinschaftsgrundstück. In Frieden leben würde ich da nie können. In mir schrie es nach Veränderung!

Meine Ex war wieder zurück nach Portugal gegangen. Es war März 2006, sie wollte mit dem Auto ein paar Dinge bei mir abholen und fragte mich, ob ich nicht mit nach Portugal fahren will. Die Strecke ist sehr lang und wir könnten uns abwechseln beim Fahren. Warum nicht? Mal wieder etwas Neues sehen und Portugal kannte ich bis dahin noch gar nicht.

Das Land hat mich dann gleich begeistert. Angenehmes Klima, viel Sonne und eine friedliche Atmosphäre. Freundliche Menschen und eine umwerfend schöne Landschaft mit dem Atlantik vor der Tür, dazu sehr günstige Lebenshaltungskosten. Was will man mehr?

Ich hatte auch gleich das Glück, einen sehr internationalen Haufen Glücksritter kennenzulernen, die alle in dem Realestate Büro von dem Luxemburger John gearbeitet haben. So ziemlich jede europäische Nation war da vertreten und die "Amtssprache" im Büro war Englisch. In Deutschland war ich mit meiner Lebensgestaltung für meine Freunde ein Alien. Hier in Portugal waren alle ein bisschen durchgeknallt. Wir haben jeden Abend gemeinsam etwas unternommen und hatten viel Spaß. Einen Abend sagte mir John, dass er mich gerne im Team hätte. Ob ich nicht nach Portugal kommen möchte. Danke aber nein, ich gehe wieder in der Türkei segeln. Das Schicksal war schon wieder am Kichern ..... glaubst du?

Das unfreiwillige Ende meiner Segelzeit in der Türkei

Urlaub auf einer Segelyacht im Mittelmeer.
letzter Raki in der Türkei Skipper Jochen

Ich hatte wieder einen Vertrag mit dem Agenten und schon einige Buchungen, aber der neue Eigner der Ceylan ließ sich sehr viel Zeit mir den Chartervertrag zu schicken. Dann bekam ich eine Mitteilung von ihm: Meine Frau ist schwanger ich habe die Yacht verkauft. Das Foto rechts ist vom Ende der letzten Saison in der Türkei. Vermutlich auch das letzte mal, das ich Raki getrunken habe.

Eine Ersatzyacht zu annehmbaren Konditionen zu bekommen war so kurzfristig nicht mehr möglich. Alles was ich noch tun konnte war, die Gäste und den Agenten an einen anderen Skipper mit ähnlicher Yacht zu vermitteln. Die Saison sollte losgehen und ich war raus. Was jetzt?

Eine Tür geht auf, eine andere geht zu ... ist das ein Zeichen?

Also habe ich in Portugal angerufen und John gefragt: Meinst du das Ernst, möchtest du dass ich bei euch mitmache? Zwei Wochen später war ich dann in Portugal und fing an mit kurzen Haaren als "international sales consaltant" zu arbeiten.

Das lief zwar gar nicht so schlecht, aber irgendwie war ich doch wieder zum Bürohengst mit vielen Überstunden geworden. Das Maklerbüro wurde zu schnell zu groß ohne einen strukturellen, professionellen Hintergrund. Es ging nur noch um Provisionen. Neid und Misstrauen waren das Gift, dass diese familiäre Atmosphäre zerstört hat. Nach nur 10 Monaten habe ich gekündigt, und ein halbes Jahr später war der Laden pleite und hat sich aufgelöst.

 

 

Tschüß Deutschland

 

Ich wollte nicht mehr zurück nach Deutschland mit dem grauen Wetter, wollte nicht mehr zurück in meine kleines Hexenhaus mit diesem Ekel von Nachbarn. Es war mal wieder Zeit für Veränderung. Also habe ich mein Haus zum Verkauf angeboten.

 

Eine kleine Anekdote zum Nachbarn: Es kam mal wieder einer der vielen Briefe von seinem Anwalt und es sollte der letzte sein. Diesmal war es eine Anzeige wegen Beleidigung. Ich hätte ihn Arschloch genannt. Meine Antwort lautete wie folgt: Ich würde ihren Mandanten niemals Arschloch nennen, da dies eine Beleidigung aller Arschlöcher auf dieser Welt wäre. Ich habe lediglich bemerkt, dass er sich wie ein Arschloch verhält und bedauere das ich damit allgemeine Arschlöcher auf sein Niveau herunter gezogen habe. Dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen. Ihre Briefchen mit den absurden Forderungen und Anklagen die jeder Rechtsgrundlage entbehren langweilen mich inzwischen. Erstatten Sie Anzeige und wir treffen uns vor Gericht. Auf ihren albernen Schriftverkehr werde ich nicht mehr reagieren.

Der Anwalt wusste wohl das ich Recht hatte und sein Mandant seine Rechtsschutzversicherung missbraucht - nur um mir das Leben schwer zu machen. Er hat mir nie wieder geschrieben und auch keine Anzeige eingereicht.

Was für ein großes Glück, dass der Käufer, den ich für das Haus gefunden habe, Rechtsanwalt ist.

 

Ein erste Versucht eine eigene Segelyacht zu kaufen

viagempirata Reiseberichte und Blog über ein Leben als Aussteiger
viagempirata Reiseberichte und Blog über ein Leben als Aussteiger

Jetzt hatte ich etwas Geld zusammen und wollte endlich meine eigene Yacht kaufen. Eine Yacht mit der ich Mitsegeltörns machen kann und auf der ich leben würde. Ist gar nicht so einfach das passende Boot zu finden. Klar gibt es im Internet viele Angebote. Eins auf den Philippinen, eins in der Karibik, Griechenland und Brasilien … die Reisekosten, um alle zu besichtigen, wären so hoch, dass kein Geld mehr für eine Yacht übrig bleibt. Oft ist die Enttäuschung bei einer Besichtigung groß, da die gezeigten Fotos im Internet aus „besseren Zeiten“ sind und man vor Ort nur noch ein Sanierungsobjekt vorfindet.

Nach monatelangen Internetrecherchen habe ich mich dann in mein Auto gesetzt und bin nach Barcelona gefahren, wo ich ein interessantes Angebot gesehen hatte. Von da habe ich in jedem Hafen entlang der spanischen Küste über Gibraltar bis nach Portugal in die Algarve nach Yachten geschaut. In Torrevieja wurde ich fündig. Ein kleiner Katamaran zu einem annehmbarem Preis. Im Vorvertrag habe ich darauf bestanden, dass als Kaufbedingung „Osmose frei“ steht. Dann habe ich einen Gutachter beauftragt, der der Yacht Bestnoten gab. Danach wurde die Werft von mir beauftragt den Kat auszukranen und das Unterwasserschiff neu zu machen. In Portugal habe ich eine dicke Abschiedsfete gegeben, am nächsten Morgen meine Sachen gepackt und bin ab nach Torrevieja!

 

Da stand sie nun an Land und es war auch für Laien ersichtlich. Diese Yacht hatte Osmose im fortgeschrittenen Zustand. Was für eine Scheiße!!! Der ganze Rumpf müsste komplett neu gemacht werden. Kosten ca. 20.000 € und die erste Saison würde ausfallen. Das Geld hatte ich nicht. Ich bin vom Kauf zurückgetreten, durch die Kosten für die Werft und den Gutachter um einige Euros erleichtert. So bin ich mit hängenden Ohren wieder zurück nach Portugal gefahren. Von der Yachtsuche hatte ich erst mal die Nase voll.   

Neue wege, neue Geschäftspartner und das Casacapitao

Reisebericht Blog Aussteiger Segelyacht Portugal
Reisebericht Blog Aussteiger Segelyacht Portugal

Da dauerte es nicht lange und ich bekam einen Anruf von einer mir unbekannten Segelagentur die mich für eine komplette Saison anwerben wollte. Die Konditionen waren gut, also habe ich zugesagt. Mein Revier sollte Sardinien sein.

Die Yacht war schon am Anfang der Saison in einem erschreckend miserablen Zustand. Sicherheitsrelevante Dinge funktionierten nicht. Die Mängelliste war sehr lang und es waren viele dringliche Sachen defekt. Nachdem ich in den ersten 3 Wochen bereits von meinem Geld 1500 € in den Seelenverkäufer investiert hatte, um mit den Gästen überhaupt auslaufen zu können, und ich noch keine Heuer gesehen hatte, habe ich mich geweigert mit dieser Yacht weiter zu fahren. Mit diesem Agenten war nicht vernünftig zu reden, es kamen nur Drohungen und Geschrei. Bis dahin hatte ich den Umgang mit Agenten immer sehr entspannt erlebt. Deshalb habe ich auch vertrauensvoll das Geld vorgestreckt. Mir war sofort klar, dass ich diese Zusammenarbeit nach der Saison beenden würde. Ich blieb stur, mit dieser Yacht fahre ich nicht! Als Skipper hast du die Verantwortung für die Sicherheit der Gäste und des Bootes. Diese Yacht entsprach nicht den Anforderungen um Sicherheit zu gewährleisten.

Ich habe mich dann noch bereit erklärt den Schrottkahn ohne Gäste nach Elba in eine Werft zu bringen und habe danach eine andere Yacht in gutem Zustand bekommen – die Yanthana.

 

Die Agentur hat Familientörns angeboten und so hatte ich dann auch oft Familien an Bord. Dann hatte ich mal wieder eine Familie an Bord. Ein sympathisches Paar mit zwei kleinen Mädchen. Am dritten Tag habe ich den Mann angeraunzt, weil er mir nicht sorgsam genug mit der Yacht umgegangen ist. Er schaut mich ganz ruhig an und sagt: „Weißt du eigentlich, dass das meine Yacht ist?“ und ich …. äähhh, nö, wusste ich nicht.

Das war die Geburt einer Männerfreundschaft und einer langjährigen Zusammenarbeit. Wir hatten beide die selbe Ansicht über die Agentur. Ich habe ihm erzählt, wie ich das vor Jahren in der Türkei gemacht habe und Rainer war sehr angetan von der Idee. Er hatte schon schlechte Erfahrungen mit Skippern und Agenten hinter sich. Die Aussicht nur noch mit mir die Dinge klären zu müssen hat ihm gefallen. Leider war die Yanthana noch ein Jahr vertraglich gebunden. Es war 2007 und wir könnten erst 2009 mit unseren Plänen loslegen.

 

Am Ende der Segelsaison 2007 bin ich wieder zurück nach Portugal. Ich wollte dort ein kleines Häuschen kaufen, um einen festen Platz in dieser Welt zu haben, an den ich mich jeder Zeit zurückziehen kann.

 

Das Haus mit den ca. 65 qm, das ich im Sinn hatte und mir leisten konnte, war dann leider eine Woche zuvor verkauft worden. Ich mag dieses kleine Dorf Serra dos Mangues an der Silberküste und habe herum gefragt, ob nicht jemand von noch einem günstigen Haus weiß, das dort zu verkaufen ist.

Ich war gerade in einer Meditation und habe mein Projekt erbeten, da klopft es an der Tür und Nelson steht da.

Er spricht gut englisch und fragt; your looking for a house in Serra dos Mangues? I can show you something. Dann zeigt er mir ein Haus am Ende einer Sackgasse mit 2 Etagen, 2 getrennten Wohnungen und stark renovierungsbedürftig. Mit ca. 210 qm umbauter Fläche ist es viel zu groß und weit über meinem Budget. Nur die obere Etage ist einigermaßen bewohnbar. Ansonsten schreit das Haus nach Arbeit! Aber die Lage und Aussicht sind einfach toll und es hat Potenzial. Ich rechne rauf und runter, spreche mit der Bank. Es ist 2008, das Jahr der Krise und mit meinem unseriösen Lebenslauf will die Bank nur einen kleinen Kredit genehmigen. Wenn ich alles zusammen kratze plus Kredit bekomme ich nur 65% vom Kaufpreis zusammen. Ich muss ja auch noch von was leben und ins Haus investieren, weitere Einkünfte sind ungewiss. Ich spreche mit Nelson und sage ihm, dass ich an mehr Geld nicht herankomme. Das ist es, mehr kann ich nicht bieten. Er lehnt natürlich ab. Zwei Wochen später steht er wieder vor meiner Tür und sagt. Was soll`s, kauf es.

Dann kam eine Zeit des Minimalismus. Ich darf nicht pleite gehen, das Haus muss an den Start. Sobald ich anfangen kann zu vermieten würde es sich selbst finanzieren. Also, die Ärmel hoch gekrämpelt und renovieren! Jeden Cent 2 mal umdrehen und wenn Geld ausgeben, dann für Baumaterial.

 

In dem Sommer habe ich dann nur 2 Monate als Skipper (Lipparische Inseln) gearbeitet um die Portokasse aufzubessern. Die restliche Zeit des Jahres war ich Arbeiter auf meiner eigenen Baustelle.

Die Liparischen Inseln

Was aus dem Casacapitao wurde

Segeltörns rund Korsika mit der Yanthana

2009

Rainer und ich hatten den Kontakt gehalten und er wollte mir wie geplant die Yanthana verchartern. Ich habe meine alten Kontakte mit der befreundeten Segelagentur wieder aufleben lassen und die boten mir an, meine Törns in den Katalog aufzunehmen, wenn ich rund Korsika-Törns anbieten würde.

Na klar, warum nicht. Korsika ist auch nicht so klein. Die Umrundung war auf 2 Wochen Törns aufgeteilt. Von Bastia nach Propriano, dort Crewwechsel und dann von Propriano nach Bastia.

Die Westküste von Korsika kann sehr heftig werden und so scheiterte der Törnplan schon in der ersten Woche. Wir mussten 2 mal zurück nach Calvi weil wir die Scandola nicht passieren konnten. Wenn man nach 3 Stunden mühsamen aufkreuzen in schwerer See nur 5 sm gegen den Wind schafft, die Crew entweder kotzt oder apathisch dasitzt, macht es keinen Sinn weiter zu machen. Der nächste Ankerplatz wäre noch 25 sm, also15 Stunden weiter gewesen. Zwei Tage hinter einander haben wir das versucht und sind dann wieder zurück nach Bastia. In den folgenden 2 Jahren bin ich dann aber noch sehr oft um Korsika gesegelt und habe immer noch Respekt vor der Westküste.

Rund Korsika klingt gut, ist aber problematisch, wenn man zu einer bestimmten Zeit in einem Hafen ankommen muss. Am ersten Tag musste ich mich auf Grund der Wetterlage entscheiden, ob ich im oder gegen den Uhrzeigersinn um die Insel segeln will. Wenn der Wind nach ein paar Tagen ungünstig für meine Richtung wird, müssen wir trotzdem weiter. Selbst wenn der Wind von der Stärke her gut segelbar war mussten wir oft die Strecke mit Motor machen. Stell dir folgende Situation vor, die wir öfter hatten. Der Wind hat angenehme 3 Bf, kommt aber genau auf die Nase. Es gibt nur wenige Möglichkeiten für einen sicheren Platz zum Übernachten. Unser Ziel liegt 30 sm entfernt. Wenn wir die ganze Strecke aufkreuzen, werden aus dem direkten Weg von 30 sm mal eben 70 sm. Wir segeln mit 5 kn. Dann dauert das Aufkreuzen 14 Stunden. Die Crew möchte aber morgens in Ruhe frühstücken und sich den schönen Zielhafen auch noch anschauen und dort Essen gehen. Es ist Hochsaison und die Hafenplätze sind knapp. Man muss vor 17.00 Uhr einlaufen um überhaupt eine Chance auf einen Liegeplatz zu haben. Die einzige Möglichkeit ist, mit dem Motor gegenan zu bolzen. Da kommt man sich ganz schön blöd vor, wenn man trotz Wind motort.

Auf der Westseite ist oft zu viel Wind und starker Wellengang. Die bis zu 2700 Meter hohen Berge auf Korsika führen dazu, dass auf der Ostseite meist Flaute ist und die landschaftlich eher langweilige Seite eh meistens mit Motor gemacht werden muss. Das macht auf Dauer keinen Spaß. Außerdem sind die Verkehrsanbindungen sehr dürftig und meine Crews waren sehr lange unterwegs, um an den Starthafen in Propriano zu kommen. Die schönsten Buchten von Korsika sind eh im Süden. Also habe ich im dritten Jahr die Törns an/ab Solenzara angeboten, von wo ich dann immer Richtung Süden gesegelt bin.

In diesen 3 Jahren habe ich jeden Winter an meinem Haus in Portugal gearbeitet und so langsam kam auch die Vermietung von den Ferienwohnungen in Gang. Die Segeltörns liefen gut und so war ich dann aus dem Gröbsten raus. Die Sorge pleite zu gehen hatte ich ablegen können.

 

Wer mehr über die Törns rund Korsika lesen möchte kann gerne mal unter dem älteren Blog schauen.  

Idealer Starthafen Cannigione segeln zwischen Sardinien und Korsika

Mein Favorit zum Starten war aber schon immer die Marina von Cannigione im Norden Sardiniens. Das schönste Segelrevier mit viel Abwechselung ist dort direkt vor der „Haustür“. Fast jede Windrichtung lässt sich zum Segeln nutzen. Es gibt schöne Buchten in jeder Himmelrichtung.

Da ist das Maddalena Archipel mit den wunderschönen Inseln und man ist auch schnell im Süden von Korsika. Es gibt so viele schöne Ankermöglichkeiten, dass ich selbst Gästen die zum 5ten mal dabei sind noch Neues zeigen kann. Der Flughafen Olbia auf Sardinien hat eine gute Anbindung.

Mehr zum Revier findest du hier REVIER.

Die ganzen Anekdoten und spannenden Geschichten, die auf den Segeltörns - auch schon auf den Törns in der Türkei - passiert sind, kann ich hier gar nicht alle unterbringen.  Das spannendste auf den Törns ist die menschliche Seite, die Mitsegler an Bord. Da gibt es unzählige Geschichten. Aber es soll ja ein Bericht über meinen Aussteigerwerdegang sein. Vielleicht sollte ich doch noch mal ein Buch schreiben.

Auf die Idee diesen ersten Blog zu schreiben hatte mich eine Mitseglerin gebracht und der war dann auch das kleine Steinchen, der etwas in Rollen gebracht hat.

 

Die Winter in Portugal wurden gemütlicher und das Haus jedes Jahr besser und schöner. Aus der eingefallenen Garage mit einem Nebenraum habe ich noch ein kleines Einzimmerappartement gemacht. Das ist so gemütlich geworden, dass ich es Pequena Perola (kleine Perle) genannt habe. 

 

Meine Lebensgestaltung war schon sehr gut gelungen aber ich war in ein paar Bereichen noch abhängig und noch nicht so selbstbestimmt wie ich es gerne sein wollte. Der Yachteigner sagte jedes Jahr: Diese Jahr machen wir das noch so und dann schauen wir mal weiter. Auch von der Segelagentur war ich abhängig und die haben ihre Macht gegenüber uns Subunternehmern genutzt, um die Konditionen jedes Jahr etwas schlechter zu machen. Dem war ich ausgeliefert.  

Mein Aussteiger-leben bekommt mehr unabhängigkeit und Lebensqualität

Skipper Jochen spielt Backgammon am Strand
Skipper Jochen spielt Backgammon am Strand

Mein Freund Armin war Webdesigner und hatte mir eine Homepage gemacht. Damals musste das alles im HTML Code geschrieben werden. Diese HP war sehr unpersönlich, aber ein paar Buchungen kamen dann schon von da. Ein kleiner Schritt zur Unabhängigkeit?

Mein bester Freund Armin ist dann mit 42 Jahren ganz plötzlich und ohne Vorankündigung an Herzversagen gestorben. Das war ein herber Verlust für mich und auch die Homepage war damit weg.

Dann kam Jan an Bord, ein großer Fachmann im Bereich sozial Media wie sich herausstellte. Er hatte bei mir direkt gebucht. Mein Internet war schlecht und unsere Kommunikation sehr dürftig. Er hat nur auf eine SMS hin 1000 Euro überwiesen. Wie kannst du nur so vertrauensselig sein? hab ich ihn gefragt. Er hatte meinen Blog entdeckt und kannte alle Geschichten auswendig. Er sagte, das ist halt sehr authentisch gewesen - dem habe ich vertraut. Man weiß genau wie, wo und was und auch deinen Humor bekommt man mit. Alle anderen Anbieter schreiben immer dasselbe: Wir haben deutschsprachige Skipper, die Yacht ist eine Bavaria 42 oder eine SunOdyssee 43 oder oder und der Wind ist im Durchschnitt bei 3-4 Bf. Man weiß also eigentlich nichts.

Er hat mich überredet selbst eine eigene Homepage mit einem Baukasten-system zusammen zu stellen. „Schreib einfach von der Leber weg. Auch wenn das nicht so super strukturiert ist – es ist authentisch! und bring den Blog unbedingt auf der Homepage unter. Wer dich und deine Art blöd findet, der soll doch auch woanders buchen oder nicht?“ Das habe ich dann gemacht und schon im ersten Jahr kamen 30 % aller Buchungen über meine neue Homepage. Im Jahr darauf waren es 50 % und dann sogar 70 %. Danke für die Tipps und das du mich motiviert hast Jan!

 

Ich bin auch sehr dankbar, dass ich so lange mit der Yanthana fahren konnte. Es waren jetzt schon 5 Jahre. Der Sommer 2014 war sehr windig und es hat gelegentlich auch geregnet. Dafür ist die Yanthana nicht besonders gut geeignet, da sie keine Sprayhood hat. Man sitzt immer im Wind, auch abends vor Anker. Bei Regen muss man alles zumachen und hat keine Belüftung mehr. So langsam war ich nicht mehr so begeistert von dem Schiff. Die Kabinen sind sehr klein, 8 Schlafplätze auf mickrigen 42 Fuß und im Cockpit wurde es sehr eng wenn der Laden voll war. Das konnte ich nur über den Kojenpreis rechtfertigen. Für eine Woche mag das ja gehen, aber ich verbringe fast mein halbes Leben auf der Yacht. Ich wollte mehr Lebensqualität!

Eigene Yacht und eigenes Marketing. Unabhängigkeit!!

Die Segelyacht Jojo ist zum Mitsegeln ideal
Die Segelyacht Jojo ist zum Mitsegeln ideal

Rainer wollte keine größere Yacht kaufen, also habe ich angekündigt, dass ich selber nach etwas Größerem suchen werde. Ich finde es noch bemerkenswert, wie toll wir harmoniert haben. In den 5 Jahren hatten wir nicht einmal Streit und sind nie laut geworden. Wir haben immer alles in Ruhe besprochen. Insofern waren wir schon ein Dreamteam. Aber die Yanthana wurde mir zu klein und unbequem. Ich bin froh, dass ich Rainer immer noch zu meinen guten Freunden zählen kann.

Schon im November, kurz nach der Saison 2014 wurde ich fündig. Eine Bavaria 46 aus dem Baujahr 2005. Viele Kenner sagen das ist die beste Yacht, die Bavaria je gebaut hat. Tolles Platzangebot, schiffig und sportlich aber gutmütig und ein so großes Vorschiff, dass ich dafür gleich eine Sonnenliege anfertigen ließ. So eine Liege passt sonst nur auf die ganz großen Yachten. Die Jojo wurde in Portisco verkauft. Das ist zufälligerweise genau in meinem Stammrevier und ich musste sie noch nicht mal überführen.

 

Die Agentur wollte mal wieder ihr Konditionen verschlechtern, sie hatten im letzten Jahr aber nur 30 % der Buchungen gebracht. Nach langem hin und her haben wir uns dann mit netten Worten getrennt. Ich würde nie schlecht über die reden, alles zuverlässige und gute Leute die da arbeiten. Diese Agentur hat mir 15 Jahre geholfen, meinen Traum zu leben. Ich bin nur dankbar und habe mich sehr lieb von allen Mitarbeitern verabschiedet.  

Jetzt kam ein neuer Abschnitt in meiner Segelkarriere. Eigene Yacht und keinen Agenten mehr. Ich muss niemanden mehr fragen, wenn ich etwas machen will. Ob es Investitionen in die Yacht sind, der Starthafen oder Sonstiges. Allerdings trage ich auch das Risiko ganz alleine.

Pimp my Jojo , mit der Segelyacht von Sardinien nach Portugal

Die Jojo war eine Charteryacht und hatte Gebrauchsspuren. So eine Yacht ohne privaten Eigner wird nicht mit Liebe behandelt. Das wollte ich im Winter dann in Portugal nachholen. Meine letzten Törns in dem Jahr gingen dann über Menorca und Mallorca entlang der spanischen Küste, durch Gibraltar und über die Algarve und entlang der portugiesischen Atlantikküste bis nach Nazaré. Wenn du weit genug scrollst, oder den Link nutzt, kannst du die Törnberichte in dem Blog finden.

Der Hafen von Nazaré ist nur 8 km von meinem Haus entfernt. Da konnte ich jeden Tag hinfahren und an der Jojo arbeiten.

Im Hafen habe ich dann den Engländer Alex kennengelernt. Er hat alle Werkzeuge, kennt jeden im Hafen und ist der ansässige Bootsbastler von Nazaré. Ein interessanter Typ mit einer Vorliebe für Gitarren. Zuhause habe ich drei schöne Gitarren, also habe ich ihn eingeladen mich zu besuchen. Er kommt mit einem jungen Deutschen. Roman, ein langhaariger easy-going Typ der 3 Monate in Portugal war und in ein paar Tagen wieder zurück nach Deutschland will. Wir haben einen schönen Abend und ich dachte das er dann weg ist.

Eine Woche später komme ich auf das Werftgelände und da steht ein winziges Zelt. Auf 2 Paletten, darauf eine Matratze aus dem Sperrmüll und darauf das Minizelt. Roman kommt heraus gekrochen und ist völlig durchgefroren, die Nacht war kalt. Er hat aus irgendwelchen Gründen seinen Flug verpasst und jetzt kein Geld mehr für ein Hostel. Ich biete ihm an, auf der Jojo zu übernachten. Da gibt es vernünftige Betten, einen Herd, Toiletten und einen Heizlüfter. Er ist sehr dankbar und als er mitbekommt, dass ich am Boot einiges an Arbeiten mache sagt er: Ich kann mich ja etwas revangieren und dir helfen. Schöne Idee, also frag ich ihn: „Was kannst du denn so?“ Seine Antwort: „Ich bin Bootsbauer“! Wie geil ist das denn !! Als er die ersten Arbeiten gemacht hat wird gleich klar, dass er nicht unbedingt schnell arbeitet, aber was er macht hat super Qualität.

Wir treffen eine Vereinbarung, er kann auf der Jojo wohnen und ich gebe ihm wöchentlich etwas Geld und dafür arbeitet er ein paar Stunden an der Jojo.

Dann habe ich ihm erzählt, dass mein Traum für diese Yacht ein festes Deckshaus ist. Nach dem Atlantiktörn und den vielen Jahren auf der Yanthana so ganz ohne Schutz hatte mich der Gedanke fasziniert. Ich wusste nur nicht wie man sowas umsetzten kann.

Erstmal hat er nichts dazu gesagt und nach ein paar Tagen zeigt er mir eine Skizze. So könnte das aussehen. Ich frage ihn: Kannst du so etwas auch bauen? Er schaut mich entrüstet an und sagt nur „Ich bin Bootsbauer!“

Das würde ein großes Projekt werden und viel Zeit in Anspruch nehmen. Nachdem er mir verspricht, so lange zu bleiben bis das fertig sein würde, bestellen wir das Material.

Meine Nerven mussten in der Zeit ganz schön viel aushalten. Die Gefahr das danach das schöne Design der Yacht leiden würde war groß. Die wenigen Yachten, bei denen nachträglich ein Deckshaus aufgebaut wurde, sehen nicht so schön aus. Es gibt so vieles zu bedenken und einen klaren Plan hatten wir nicht. Wir haben einfach mal angefangen und dann gibt es kein Zurück mehr. Die Materialien musste ich aus Deutschland bestellen. Er hatte sich ständig verschätzt und vergessen mir Bescheid zu sagen, dass ich etwas nachbestellen muss. Die Lieferung dauerte um die 10 Tage und wie schon gesagt, der schnellste ist er nicht und das Wetter hat uns auch öfter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Saison kam immer näher und das Deckshaus wurde und wurde nicht fertig. Ich hatte Buchungen für Törns im Frühjahr in der Algarve und musste zu einem bestimmten Zeitpunkt los. Roman bastelt halt gerne so vor sich hin und geht an den Strand, wenn er gerade keinen Bock zu arbeiten hat. Ich hatte schlaflose Nächte, aber mit Zeitdruck kann Roman gar nicht umgehen. Er ist dann mit mir gemeinsam von Nazaré in die Algarve gesegelt und gleich nach dem Festmachen in jedem Hafen hat er versucht die Arbeiten abzuschließen. In Vilamoura Mittags um 12 Uhr hat er noch lackiert und um 17 Uhr kamen die ersten Gäste. Puhh ! Aber es hat sich gelohnt! Das Design ist spitzenmäßig geworden! Ich bin dem Roman sehr dankbar, das hat er toll gemacht! Das Design ist so harmonisch, dass die Meisten glauben die Yacht wäre so mit dem Deckshaus von der Werft gebaut wurde. Das Biminitop schließt mit dem Deckshaus ab und ist wasserdicht. Wenn es auf anderen Yachten wegen Wind, Regen oder Spritzwasser ungemütlich wird, sitzten wir im Cockpit der Jojo ganz entspannt und trocken. Jetzt ist die Jojo ein einzigartiges Unikat.

Von der Algarve haben ich dann mit wechselnden Crews die Yacht wieder durch Gibraltar, entlang der spanischen Küste über Ibiza, Mallorca und Menorca wieder zurück nach Sardinien gebracht.

Törnbericht:

Algarve - Gibraltar - Malaga 

Malaga - Ibiza

Ibiza - Mallorca

Mallorca - Menorca - Sardinien

Ich habe schon so viele Reviere gesehen und muss immer wieder feststellen, dass mein Revier zwischen Sardinien und Korsika das Schönste ist.

Jetzt segel ich schon wieder seit 2014 mit meiner eigenen Yacht und mache mein eigenes Marketing ... und ?…. läuft!

 

Ja, das war es mit meiner Geschichte zum Aussteigen, Auswandern und den 20 Jahren Skipperjubiläum. Ich habe vieles weggelassen und es gibt natürlich unzählige spannende und lustige Storys und Erlebnisse die ich hier ausgelassen habe. Auch zum Thema Lebensphilosophie gäbe es noch viel zu schreiben. Aber ich lasse es erstmal dabei und hoffe, dass euch die Geschichte gefallen hat. Vielleicht ist es ja eine Anregung für den ein oder anderen sein Leben bewusst selber zu gestallten und freier von all den Konventionen zu sein. Eins ist gewiss, wir werden alle früher oder später sterben. Wenn man das akzeptiert hat kann man sein Leben ohne Angst angehen und versuchen, es mit möglichst viel Leben und schönen Momenten zu füllen. Seit mutig, traut euch was - und habt keine Angst zu leben! 

 

 

 

Mehr Komfort und mehr Lebensqualität mit der Jojo

Handpan Musik auf der Jojo

Mitsegeln 2018

Viele tolle Törns mit klasse Gästen!

Wir haben jetzt so viele schöne Wochen hinter uns und es gäbe von jedem Törn viel zu erzählen. All die tollen Leute mit denen wir viel gelacht haben und auch ernste Gespräche über Philosophy,  Politik oder sonstiges führen konnten. Die Sonnenuntergänge vor Anker in einer Bucht. Das sportliche oder auch meditative Segeln. Schnorcheln, singen, sonnenbaden, Ausflüge in das Hafenleben und und und ... So ein Blog kann dem gar nicht gerecht werden.

Ich gebe es zu: ich bin faul geworden was das Blog schreiben angeht. Das gut zu machen würde so viel Zeit in Anspruch nehmen und doch würde ich liebe Gäste und lustige Geschichten vergessen. Dabei findet das Leben und die Törns jetzt statt. Ich erlebe es lieber, als dass ich darüber schreibe. Also zeige ich euch hier ein paar meiner Lieblingsfotos, die mir Mitsegler zur Verfügung gestellt haben.

Mit dem Haufen gab es immer was zu lachen.

und Spass beim musik machen hatten wir auch wieder.

Die ganz heißen Tage im August haben wir dann so verbracht

Segeltörn mit Skipper Jochen Sardinien und Korsika

... und wieder zurück gesegeln - von Menorca nach Sardinien

Menorca ist ein sehr schöne Insel, obwohl sie mit dem Revier Sardinien und Korsika nicht mithalten kann. 

Von Mahon sind wir gegen den Uhrzeigersinn gemütlich um die kleine Insel gesegelt. Im Norden haben wir tolle Buchten und Fjorde besucht, bis wir ganz im Westen in dem wundeschönen Hafen Ciutadella fest gemacht haben. Die Altstadt ist ein MUß - wer mal da ist - unbedingt ansehen! Die Fotos könnt ihr unten sehen. Für die Buchten im Süden ist die Jojo tatsächlich etwas zu groß. Da ist man sicherlich mit einem kleinen Boot von weniger als 10 Meter flexibler. 

Unsere Rücktour war sehr spannend! Wir mußten einen Tag früher als geplant los, um ein gutes Wetterfenster zu erwischen. Es drohte starker Mistral mit hohen Wellen. 

Zunächst hatten wir tolle Begleitung von Delfinen, die neugierig unsere Jojo begutachtet haben. 

Uns hat es dann erst in der Nacht ein wenig erwischt. Die Wellen kam quer ab und waren um die 2 Meter hoch. Bei völliger Dunkelheit sieht man die auch nicht kommen und kann sich schwer darauf einstellen. Die Böen waren bis 30 kn und wir haben uns wirklich auf den Sonnenaufgang gefreut. Dafür konnten wir schnell segeln.

In Stintino sind wir sograde rechtzeitig angekommen um Deutschland gegen Mexico verlieren zu sehen.

Was ein Sch...!

Nahe der Isola Rossa haben wir dann einen Tag Pause eingelegt und einen traumhaften kleinen Strandabschnitt entdeckt, den wir ganz für uns alleine hatten.

Mein Fazit des Menorca Törns: Schöne Insel mit 2 schönen Hafenorten, aber zum Segeln ist unser Revier um Längen vorne! Ich habe jetzt so viele Reviere angesehen und besegelt - es bleibt dabei. Ich liebe Sardienien und Kosika!

Segeltörn zwischen Menorca und Sardinien Fotos

Von Sardinien nach Menorca mit Segelyacht jojo

Caprera ist eine Insel zwischen Korsika und Sardinien
Segeltörn Sardinien mit Skipper auf der Segelyacht JOJO

Wir sind schon seit 6 Wochen auf der Jojo und es ist schon wieder sooo viel passiert. Ich muss zugeben, dass ich mit dem Blog schreiben etwas faul geworden bin. Dafür posten wir bei FB gelegentlich.

Auf die schnelle: HURRA WIR HABEN EINEN NEUEN HERD! nicht nur das, nach 3 Wochen haben wir auch den dazu passenden Gasanschluss und können ihn auch benutzen. 

2 Törns zwischen Sardinien und Korsika haben wir schon gemacht und jetzt melde ich mich gerade aus Menorca. Aus dem wunderschönen Ciutadella.

Wie angekündigt, haben wir ab dem 03.06.2018 unsere Überfahrt von Cannigione nach Mahon im Osten von Menorca gestartet. Erste Station war Castelsardo, dann nach Stintino und von da gab es den langen Schlag rüber nach Menorca. Dafür haben 37 Stunden gebraucht. Der Wind war schwach und kam immer ein paar Grad zu sehr auf die Nase um schön segeln zu können. Da ich wusste, dass es noch Gewitter geben würde wollte ich nicht trödeln. Dank unsere Unterwassergenua (Motor) haben wir es dann so gerade vor Sonnenuntergang und Anfang des Gewitters in den Hafen von Mahon geschafft. Dort haben wir uns erstmal ordentlich ausgeschlafen und den großten Naturhafen der Welt angeschaut. Uns gefällt Mahon sehr gut. 

Viagempirata goes merchandising

T-shirts von viagempirata Segeltoern zum anziehen
T-shirts von viagempirata Segeltoern zum anziehen

So oft haben mir Gäste schon gesagt " das Logo ist so geil, biete doch mal T-Shirts an." 

 

Jetzt ist es soweit! Viagempirata goes merchandising!

 

Hier sehen sie unsere Models Nicky und Jochen in der neuen Sommerkollektion.

Lässig kombiniert mit Jeans oder Shorts die neuen T-Shirts und Tops von

 

Viagempirat – nur echt in "scheiß türkis"!

 

vor der Kulisse von Sardinien und auf der Jojo. Das ist ein Stück Sommer-Segeltörn zum Anziehen.

 

Diese stilvolle Oberbekleidung ist ab sofort für unsere Mitsegler käuflich erwerbbar.

 

 

Die Edition ist limitiert und wird nur an Gäste der Jojo ausgegeben.

 

Wir haben uns schlappgelacht bei den Fotos und uns in die blödesten Posen - wie bei Katalogaufnahmen - geschmissen.

 

Wir haben T-Shirts und Tops. Jeweils in einem Schnitt für Frauen und für Männer. Die Logos sind aufgestickt und die Qualität der Shirts wurde von Nicky abgesegnet und als sehr gut beurteilt!

 

Die Nachfrage unserer Gäste ist so groß, dass wir schon nach den ersten Wochen nachbestellen müssen!! Wir freuen uns !!

Die segelSaison geht los und wir haben wieder aufgerüstet

In Zwei Wochen fleißiger Arbeit haben wir die Jojo gewartet, geschrubbt, repariert und wieder einige schöne neue Sachen angebracht. Das neue Biminitop in elegantem Grau/beige ist super geworden. Der Stoff ist wasserdicht und schließt mit dem Deckshaus ab. Zusätzliche Dreiecke an den Seiten schützen vor Wind und vor Regen, die zusätzlichen Seitenteile sind halbdurchlässig und dienen als Sonnenschutz und Blickschutz. Von innen können wir aber durchsehen. TOP! Die neuen Fallenstopper einzubauen war eine echte Nummer. puhh! Aber jetzt sitzen die neuen mit 4-fach Sicherung am Platz. Es gibt eine neue Funke mit GMDSS Funktion und eigenem GPS. Jetzt könnten wir mit einem Knopfdruck ein Notsignal abgeben, dass gleichzeitig unsere genaue Position mit sendet.

Wir haben auch eine schicken neuen Herd gekauft, aber da hapert es noch an den Anschlüssen für die Gasleitung die erst Ende dieser Woche nach Sardinien geliefert werden sollen. 

unser erster Törn 2018

Super nette Gäste und endlich wieder segeln statt schrauben und putzen. Klar, dass wir da am strahlen sind !! :-) 

Nachts im Cockpit der Jojo

Regatta an der Costa Smeralda

Man. hatten die ein Speed drauf !! Wir sind mitten durch das Regattafeld gesegelt und konnten diese riesen Rennyachten ganz aus der Nähe bewundern. wusch , da war der vorbeogezogen - Hammer!

Auf dem Höhepunkt der Saison in Sardinien

In meinen Info Unterlagen steht ja zu den Tipps zum Packen: " Was nettes für den Hafen" In Bonifacio darf es dann ruhig mal etwas schicker sein. Hier gilt sehen und gesehen werden.  

Die Damenwelt war im Shoppingrausch bei alle den kleinen süßen Boutiquen. 

Der Lärm, für den das B52 normaler weise bekannt ist war dieses mal auch nicht so heftig. 

Im August haben die meisten Südländer frei und alle zieht es in der Hitze vom August ans Meer. Das macht sich dann vor allem im Maddalena Archipel bemerkbar. Nicht nur die Megayachten mit den Helis auf dem Heck zieht es nach Sardinien. Nein, auch der ganz normale, italienische "Durchschnitts-Millionär" von nebenan kommt mit seinem Mobo in die Gegend. Man reserviert den Liegeplatz gleich für 2-3 Wochen und fährt nur zum Baden in das Archipel. dadurch werden die freien Plätze in den Häfen wie Cala Gavetta sehr knapp, die Buchten sind Tagsüber sehr voll und wir Skipper müssen uns alternative Routen ausdenken um dem Hype zu entkommen. Ist aber auch schön dann mal was anderes zu machen. Ich bin in der Zeit weiter mach Westen zur Isola Rossa gesegelt und wir haben auch mal in Santa Teresa di Gallura fest gemacht. Um in den Ort zu kommen spart man sich viel Zeit wenn man mit dem Dinghy fährt. Hier werden gerade Brötchen  geholt.

Party in La Maddalena

Skipper Sardinien ein liebenswerter durchgeknallter Haufen

Hier mal eine Homage an meine Skipper Kollegen auf Sardinien. Ihr seid total bekolppt, bei euch fühl ich mich wohl!

Wir sind eine super Community und es ist jedesmal ein großes Hellau wenn wir uns treffen. Die Bildergallerie ist natürlich nicht vollständig. Hier fehlen einige der "Coolsten Säue von Sardinien". Aber das muß mal gesagt werden ich hab euch alle lieb ! 

Sardinien im August

Das ist die Zeit in der fast alle Megayachten sich in der Cala di Volpe sehen lassen. Motoryachten von 60 Metern - die ja schon sehr groß sind - wirken jetzt klein und mickerig. "Na, hat´s für den Heli nicht gereicht?" ;-)

Wer hier Eindruck machen will und in die Nähe von Porto Cervo kommt. Wer Mitglied im Milliadärsclub ( den gibt es tatsächlich) sein will, der muß schon mit einer Privatyacht von über 100 Metern auffahren. Auf dem Foto sieht mal die "DILBAR" von Lurssen mit ihren 156 Metern. Die ist gerade erst 2016 vom Stapel gelaufen. 

Die älteren Modell wie Topas, oder die Malteser Falcon etc. kennt man hier ja schon. 

Als ich im Winter vom Stapellauf der "A" in den News gelesen habe war klar, dass die in diesem Sommer hier her kommen würde. Wer sich so ein abgedrehtes Schiff kauft muß damit an die Costa Smeralda. Sie ist mit 148 Metern länge die größte Segelyacht der Welt. Der Buschfunk unter meinen Skipper Kollegen hat dann auch gleich gemeldet, dass sie da ist. Als ich meiner Crew davon erzählt habe wollten wir alle das mal in natura sehen. Hammer!! Unfaßbar! Guckst du hier: 

Die "A" liegt in der Cala di Volpe

Der Prosecco Segeltörn

ups, schon wieder die Jojo voll mit Mädels. Klar waren zwischen dem letzten Blogeintrag und diesem auch gemischte Crews an Bord. Sehr interessante und angenehme Leute übrigens. Aber ich werde im Laufe der Saison immer fauler, was die Einträge und Berichte angeht. In dieser Woche hatte eine Gruppe die Yacht exclusive gechartert. Alles Mädels für die Segeln nicht im Vordergrund stand. Baden in schönen Buchten, Prosecco, ein Kühlschrank der auch Eiswürfel für den Aperol machen kann und ein Einhorn standen ganz oben in der Gunst. 

Alles easy going und in der Sonne relaxen. 

Viele Seemänner sagen, wenn Gott gewollt hätte, dass Frauen zur See fahren wäre das Meer rosa. Nachdem das Meer sich gleich mit dem ersten Sonnenuntergang und dem Einhorn davor rosa gefärbt hatte war dann alles klar. Das muss so ! ;-) 

Wenn es nicht gerade zu viel Wind gibt ist Sardinien und das Maddalena Archipel auch genau das richtige Revier dafür. Es gibt alle Nase lang kleine Inseln mit tollen Buchten. 

Zur Zeit ist es Anfang August und es ist hier zwischen Sardinien und Korsika so heiß, dass man es eh am besten auf dem Wasser aushalten kann. Wenn man sich dann ab und zu noch mal ins Meer fallen lassen kann ist das schon ganz vorne. 

La Maddalena

Das waren eine ganz entspannte Crew ! Dagmar und Anja waren schon vorher mitgesegelt und ich wußte schon, wenn die beiden da sind wird es eine schöne Woche. Verena, Michael und Bentje haben das Team komplett gemacht und ich hoffe, dass ich die auch noch mal wieder sehe. 

Am Anfang der Woche konnten wir noch schön segeln und haben unzählige Wenden gemacht. Dann kam ein bisschen zu viel Wind und wir lagen in La Maddalena fest. Hier ankern wir im Golfo Salina.

Es hatte sich schon so eingespielt das wir zum Sonnen-untergang alle auf dem Vorschiff sitzen und das Bunnypad mit einem Sundowner belagern. 

Es gibt wahrlich schlimmere Orte als La Maddalena. Die Fußgängerzone ist so herrlich schön italienisch mit dem Piazza, dem vielen Boutiquen, Cafes und Restaurants. Tagsüber kann man schöne Ausflüge machen und sich dafür ein E-Bike oder einen Roller mieten. So hatten die 5 auch an den "nicht Segeltagen" ein tolle Zeit. 

Mein Lieblingsrevier - Nord Sardinien, das Maddalena Archipel und Korsika

Ich nehm dich jetzt mal fototechnisch mit auf einen kleinen Ausflug mit dem Beiboot.

Ich muß da gar nicht viele Worte verlieren. Mitsegeln in Sardinien Nord, dem Maddalena - Archipel und Süd Korsika ist unschlagbar. Es ist soooo schön! Hat meistens guten Segelwind und der Motor wird nicht viel benutzt und Leute - schau euch die Fotos unten mal an. 

Diese unglaublich schöne "scheiß Türkis" !

 

Hier unter also ein paar Bilder von einem Ausflug mit dem Beiboot. Ich bin seit Jahren hier unterwegs und immer noch begeistert. Seht selbst - ist es nicht ein Traum in hammer schönem scheiß Türkis? 

.. und hier ein Blick vom Capo D´Orso über das Maddalena - Archipel:

Von Cagliari nach Olbia

Ostküste von Sardienien mit der Jojo
mitsegeln von Süd nach Nord Sardinien

Das war ein toller Törn mit sehr entspannten Leuten. Viel Spaß am Segeln und an gutem Essen! Gleich am ersten Tag sind wir bei guten Wind bis nach Villasimius gesegelt. In der Spitze hat die Jojo 8,8 kn gemacht! Villasimius ist eine der schönsten Orte ganz im Süd-Ost Zipfel von Sardinien. Unten werde ich noch ein paar Fotos davon zeigen. Von da ging der Törn dann über Porto Corallo nach Navarese. Hier hab ich Skipperkollegen Eddy getroffen, der mir ein paar gute Tips für die Küste gegeben hat. So haben wir unser Frühstück vor traumhafter Kulisse vor der Cala Goloritze eingenommen, bevor wir mit sehr wechselnden Winden nach La Caletta gesegelt sind. Bei der Anfahrt mußten wir sehen, dass vor La Caletta ein großes Feuer brennt und viel Rauch ist (...smoke on the water an fire in the sky...) Da wir bei 30 kn Wind am aufkreuzen waren und bereits einen langen Schlag hinter uns hatten wollten wir uns auf gar keinen Fall nach einer Alternative für die Nacht suchen müssen. Gottseidank war das Feuer nicht im Hafen und an dem Außensteg mußten wir noch nicht mal Liegegebühr zahlen. In der Bucht Porto Brandinchi haben wir dann Anker geschmissen und sind mit dem Dinghy an Land um in einem super Restaurant mit traumhaften Blick zu dinieren. ;-)

Der Törn ging dann in Olbia zu Ende. War ne klasse Woche mit der Crew!

Segeltörn Sardinien, die Etappe von Alghero nach Cagliari

Schließlich sind wir in Cagliari angekommen. Nach einem schönen Segelritt am Ende und 5 Mal Nudel mit Gemüse in einer Woche. :-( "keine gute Tat bleibt ungestraft" sagt der Volksmund. 

Die Innenstadt ist sehr schön, aber alle Häuser stehen so eng, dass es schwierig ist zu fotografieren. Nachdem ich Flamigos über mir fliegen gesehen habe, habe ich mir ein Fahrrad ausgeliehen und wollte unbedingt mal welche in Natura sehen. Die Salinen von Cagliari sind Naturschutzgebiet mit zahlreichen seltenen Vogelarten. Flamingos gibt es hier sehr viele. 

Dies sind Bilder von der Umgebung des kleinen Hafens Teulada

Ein paar Eindrücke von Carloforte auf San Pietro

Von Alghero aus ging es mit leichtem raumem Wind Richtung Süden. Unser erster Stop zu Übernachten war der kleine gemütliche Hafen von Bosa Marina, der in einer Flußmündung liegt. Von dort ging es in den 32 sm entfernten Golfo Oristano. Die Storry von der Einfahrt in den Hafen steht etwas weiter unter - musst du dir mal durchlesen - ist schon ne lustige Storry. Von da aus hatten wir die lange Streck bis zu der Insel San Pietro vor uns die Fotos unten sind von einem Stopp in der Cala Domestica. Da war ich zum erstem mal in diesem Jahr im Mittelmeer baden! Die kleinen "Schiffchen" auf dem scheiß Türkis sind Segelquallen. Hübsch und harmlos.

Badestop in der Cala Domestica

Eine kleiner Bericht von der Marina Torre Grande

Jetzt kann ich schon wieder lachen, aber vorhin war ich echt sauer!

Wir sind im Golfo Oristano und wollen die Marina Oristano anlaufen. Ich melde mich über Funk an:

Eine Segelyacht 14 Meter lang mit einem Tiefgang von 2 Metern (tatsächlich sind es nur 1,85 Meter).

Die Antwort: Kein Problem ein Marinero kommt mit dem Boot und geleitet euch in den Hafen. Der Marinero kommt. Ich will mittig einfahren aber er winkt mir näher an die Mole zu fahren. Kommt mir komisch vor, aber er wird den Hafen ja kennen. Ich fahre näher an die Mole und sage ihm fahr vorweg, ich folge dir. Nach 100 Metern in seinem Kielwasser bleibt die Jojo stecken. Der Tiefenmesser zeigt 1,6 Meter an. Da war ich schon angesäuert. Ich will mich rückwärts frei machen aber er macht eine Leine an meinen Bug und deutet mir an vorwärts Gas zu geben. Ich will mit ihm diskutieren aber er ist sich da sicher – vorwärts! Ok, ich gebe Gas und komme auch kriechend etwas voran, bis nichts mehr geht. Der Tiefenmesser ist bei 1,4 Metern. Grrrr. Ich schimpfe wie ein Rohrspatz und er ruft über Funk den Hafenmeister. Der Hafenmeister läßt sich abholen kommt ans Boot. Er gibt mir Recht – besser rückwärts da raus. Der Marinero macht seine Leine am Heck fest und als er Gas geben will geht sein Motor aus. Er hat keinen Sprit mehr ….. unfassbar !! Jetzt hängen wir beide da fest. Ich im Schlick und er an meiner Yacht.

Nach einer Weile kommt ein größeres Boot und zieht mich rückwärts und ich mit voller Maschine. Hab schon befürchtet das nichts geht aber ganz langsam kommt die Jojo frei. Dann durfte ich den Marinero noch in den Hafen schleppen. Klingt schon fast wie Comedy oder ?!

 

Für den Liegeplatz mußten wir dann wenigstens nichts zahlen.

Segeln rund Sardinien erste Etappe von Cannigione nach Alghero

Die erste Wochenetappe vom Segeltörn rund Sardinien liegt hinter uns. Alex, Nicki und ich waren ein super Team. Alle Manöver liefen so rund als wären wir schon seit Jahren eingespielt. 

Von Bonifacio ging es dann ganz gemütlich mit raumem Wind nach Castelsardo. Der Sonnenuntergang über dem Meer war der Blick von unserem Restaurant aus. Von Castelsardo sind wir bei schwachem Wind die kurze Distanz von 20sm nach Stintino gesegelt. Ein sehr schnuckliger kleiner Hafen. Das 3te Foto ist der alte Hafen. Da hat die Jojo mit 2 Meter Tiefgang natürlich nicht reingepasst.

Am nächsten Morgen war ich froh, dass das Wetter sehr ruhig war, denn wir wollten uns viele Seemeilen sparen und durch die Fornelli-Passage fahren. Die ist stellenweise sehr flach und wir hatten einmal nur noch 70 cm unter dem Kiel. Ein mulmiges Gefühl für jeden Skipper! Auch wenn die Passage in meiner Lieblingsfarbe "scheiß-türkis" geleuchtet hat. 

Ab der Isolotto Piana wurden die Felsformationen dann spektakulär und einige Ausflugsboote aus Alghero kamen uns dort entgegen. Wir sind um das Cappo Caccia gefahren und haben für die vorletzte Nacht der Etappe den Anker in der Bucht Porto Conte geworfen. Ein sehr stiller und idyllischer Ort. Mit dem Beiboot ging es dann an Land zum Restaurant. 

Die Wettervorhersage für den nächsten Tag stimmte dann erstaunlich genau und es kam gleich morgens ein lebhafter Nord-Wester. Trotz dem wir nur die Genua gesetzt hatten sind wir stellenweise auf über 8 Knoten gekommen. Am Mittag waren wir dann in Alghero und haben uns die Stadt angesehen. Sehr sehr schön hier! 

 

Hoch am Wind nach Bonifacio segeln

Reisebericht und Blog Mitsegeln Kosrsika und Bonifacio
Die Einfahrt von Bonifacio ist immer wieder klasse. Mit der Segelyacht dort einlaufen - mein Hit.

Gerstern sind wir mit geschätzten 100 Wenden durch das Maddalena Archipel gesegelt und haben den Trimm von den neuen Segeln nach und nach optimiert. :-) Ist schon erstaunlich wie viel mehr an Höhe die Jojo jetzt läuft. Die Segel passen ganz genau. Heute ging es dann bei bis zu 6 Bf hoch am Wind mit stark gerefften Segeln nach Bonifacio. Sie lief so butterweich und hinter dem Dogshouse sitzt man gut geschützt. War ein klasse Törn und am Ende dann das atemberaubende Bonifacio. Darüber habe ich auf Segelrevier ein Special. Wer mehr Fotos sehen möchte.

Neues Beiboot für die Jojo

Eine Eigneryacht wird immer mehr Liebe behandelt aus eine Carteryacht.
Mitsegen rund Sardinien. Mit neuem Beiboot.

Auch beim Beiboot habe ich aufgerüstet. Das alte Dinghy war einfach zu schwer und auch mächtig in die Jahre gekommen. Heute ist das neue Dinghy angekommen und wir mußten gleich mal einen Probelauf machen. Es kommt auch locker zu zweit ins Gleiten. Damit das Hantieren mit dem 6 PS Außenborder leichter geht gab es auch noch einen Kran dazu. Auch das Gewicht ist mit 42 KG für ein so langes Beiboot noch recht handlich.  Es gab doch einige sinnvolle Neuerungen und jetzt freu ich mich darauf das alles in der neuen Saison zu genießen. Die Jojo ist am Start! :-)

Neue Segel für die Jojo

Korsika und Sardinien sind die Lieblingsziele der Jojo.
Segetörn mit Skipper auf einer gepflegten Eigneryacht im Mittelmeer.

Von der Planung bis zur Bestellung der neuen Segel ist schon viel Zeit vergangen. Ich habe mich dafür entschieden der Jojo was richtig Gutes zu gönnen. Die neuen Segel sind aus Fibercon Vectran. Ein neues Material, das wesentlich formstabiler und leichter ist als klassische Dakronsegel. Gestern haben wir sie angeschlagen. Mit dem Logo Viagempirata in der schlanken Größe von 2,5 Metern ist es auch von Ferne schon gut zu erkennen. Sieht richtig klasse aus! Ich bin schon total heiß darauf sie auch mal zu segeln. Mal schauen was das Material kann.

Demnächst geht es ja los. Yes, Yes !!! Erstmal rund Sardinien in Etappen. 

Nachsaison Sardinien

Der Skipper mit Gitarre

Wenn die Stimmung Abends gemütlich ist hol ich auch schon mal die Gitarre raus. Das kleine Filmchen hat Vladimir auf dem letzten Törn der Saison gemacht. Ich fand es lustig!

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rund Korsika

Calvi im Norden Korsikas
Calvi im Norden Korsikas

Auf dem rund Korsika Törn habe ich gleich am ersten Tag eine sehr wichtige und richtige Entscheidung getroffen. Wir sind gegen den Uhrzeigersinn um die Insel. Im Osten von Korsika ist meist sehr wenig Wind, die hohen Berge halten den vorherrschenden Westwind ab. Da wir bei der angesagten Wetterlage die Möglichkeit hatten auf der Ostseite zu segeln haben wir die Wetterlage genutzt. Der Törn ging über zwei Wochen und in der zweiten Woche kam dann ganz böser Sturm aus Osten. Die Ostküste war nicht befahrbar so heftig waren Sturm und Wellengang. Gut, dass wir jetzt auf der Westseite unterwegs waren. 

Vor einigen Jahren habe ich den ganzen Sommer über rund Korsika Törns angeboten. War schön mal wieder die alten Plätze zu besuchen. In manchen Häfen hat man sich auch noch an mich erinnert. Mein persönliches Highlight im Norden ist Calvi. ..und so einen geilen Liegeplatz hab ich da noch nie gehabt! Mittendrin, statt nur dabei! Wir konnten aus dem Cockpit in der Bar unsere Drinks bestellen. Alf und Steffi an Bord zu haben, war ein Geschenk für mich. 

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Hochsommer 2016 Sardinien

Kojencharter auf der JOJO
Reisebericht vom Segeltörn Sardinien

Ist gar nicht so einfach im Dezember über die Törns vom Juli zu schreiben ... während der Saison ist so viel los, dass ich nicht dazu komme. 

Auf jeden Fall waren die Törns und meine Crews sehr abwechslungsreich und interessant. Da war alles dabei. Nur Jungs, nur Mädels, eine tolle Familie oder nur Paare ... und alle waren sehr angenehme Gäste an Bord und wir hatten guten Segelwind. Wir haben in der Zeit ganz wenig den Motor benutzen müssen und sind schön gesegelt. In der Hauptsaison hat es sich als gute Idee erwiesen, etwas weiter in den Westen von nord Sardinien zu gehen. Hier waren nicht so viele Yachten unterwegs und wir konnten dadurch dem August Hype etwas entgehen. Auch die Liegegebühren sind da wesentlich geringer.

meine Crews

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Segelrevier zwischen Sardinien und Korsika

Segeltörn zwischen Sardinien und Korsika

mitsegeln im Mittelmeer mit Skipper
Die JOJO ist wieder im Segelrevier zwischen Sardinien und Korsika unterwegs

Mein geliebtes scheiß Türkis ! Es ist einfach so schön hier auf Sardinien, dem Maddalena Archipel und Korsika ...  

Jetzt sind die ersten zwei Wochen schon wieder rum. Ich hatte tolle Gäste und es war ganz großes Kino die alten Kollegen wieder zu treffen. Dirk, Olaf, Wissi, Birgit, Werner, Eddi und all die anderen Skipper, die man so über die Jahre kennen gelernt hat. Wir sind hier ein prima Community!

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Segeltörn durchs westliche Mittelmeer

Der letzte Törn von den Überführungen steht bevor. Wir sind die Woche nur zu 4t an Bord und haben ganz schön viele Seemeilen vor uns. Karina ist wieder an Bord gekommen. Nach den entspannten Spazier- segeltörns an der Algarve wollte Sie auch mal richtiges Segeln erleben. Micha und Marcus komme noch an Bord und wir sind eine gute Truppe, jeder bekommt seine eigene Kabine – Luxus pur !

Die Spenden an Poeseidon sind akzeptiert worden und die Götter sind uns gnädig - wir haben echt Glück mit dem Wind. Im Osten tobt ein Sturm, der in Lee von Malle aber nur noch als kräftiger schöner Segelwind ankommt.

 

Von Palma geht es zunächst nach Porto Colom. Ich könnte hier erwähnen, das wir über die ganze Strecke eine Regatta mit einer neuen Bavaria 51 hatten. Länge läuft, mit 5 Fuß mehr als die JOJO hätten die somit eigentlich schneller sein müßte. Es wäre jetzt Angeberei zu beschreiben, wie wir die abgezogen haben und das gesamte Feld der Segler von hinter aufgeräumt haben – deshalb erwähne ich das hier erst gar nicht. ;-)

Mitsegeln durch die Nacht - von Mallorca nach Sardinien

Von Porto Colom ging es dann nach Mahon, der Naturhafen ganz im Osten von Menorca ist sehr schön und die Uhren laufen dort viel langsamer als auf Malle. Wäre auch schön gewesen, sich für Menorca ein paar Tage zu nehmen.

Von da an ging es auf die Reise der längsten Blauwasserstrecke meiner Überführungen. 200 Seemeilen kein Land über das offene Meer. Auf diesem Segeltörn ist eine Nacht durchsegeln ist das Minimum.

 

Im letzten Herbst hatte uns die Tour ganz schön gebeutelt und wir waren ca. 44 Stunden unterwegs durch ruppige See. Dieses mal hatten wir Glück. Die erst Streck mußten wir Motoren, aber dann kam ein schöner Segelwind auf, der uns sanft bis nach Sardinien gebracht hat. Wir sind auf angenehmer kleiner Welle durch die Nacht geschaukelt und haben dabei gute Strecke gemacht – perfekt !

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Von Ibiza über Mallorca und Menorca nach Sardinien

Urlaub auf einer Segelyacht verbringen
mitsegeln im Mittelmeer rund Ibiza bis nach Sardinien

Man, Ibiza ist echt durchgeknallt, aber super interessant. Zumindest gilt das für die Hauptstadt Eivissa. Die Liegegebühren sind mit 161 € Anfang Juni für einen Tag horrent, aber man bekommt in der Stadt was geboten. Die Hippen, Reichen und Schönen Leute sind hier unterwegs. Klar, das wir da genau reinpassen ;-))

 

In der Zeit war gerade eine Veranstaltung von Homosexuellen – alles voll mit den Regenbogen Fahnen - und zum normalen Wahnsinn von Ibiza kam noch der besondere Touch von besonders schrägen Vögeln dazu, die man in der Szene oft findet. Einfach hinsetzen, gucken und staunen.

Erfahrungen sammel bei einem Segeltörn im Mittelmeer
Mein Co-Skipper Micha. Wir waren ein super Team.

Michael strahlt wieder, seine Frau Jutta ist für den Ibiza Törn mit an Bord gekommen. Björn ist zum 4ten mal dabei und muß sich von seiner Vorwoche "Malle mit Kumpels" erholen. Claudia, Bodo und Frank sind auch noch an Bord gekommen und die Hütte ist wieder mal voll.

Wir machen einen Rund – Ibiza – Törn und ankern endlich mal wieder in einer schönen Bucht. Nach all den Meilenreißen ist baden und relaxen mal wieder geenau das Richtige.

 

Der Hafen Port Sant Antoni de Portmany im Norden von Ibiza gefällt uns nicht so. Man sollte dort Bock auf britisches "Prollsaufen" haben, um das zu mögen. Alles voll mit jungen Engländern, die "no Limit" unterwegs sind.

Mitsegeln, Segeltörn um Ibiza nach Mallorca

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Überführunger von Malaga nach Ibiza

Mitsegeln auf der JOJO Segeltörn mit Skipper
Die Meilenfresser 422 sm an der spanischen Festlandküste bis Ibiza

Von Mallaga ging es dann auf eine Große Tour insgesamt sollten es 422 sm werden. Das ist ganz schön viel für eine Woche. Direkte Strecke wären wir mit 360 sm hingekommen, aber der Ostwind hat uns oft zum kreuzen gezwungen. Insgesamt mussten wir auch recht oft die "Unterwassergenua" einsetzen um unser Ziel zu erreichen. Aber die Jungs waren recht entspannt.

Leider habe ich in der Woche nicht so viele Fotos gemacht. Unsere erste Etappe war gleich ein ganz langer Schlag von 104 sm nach Almerimar. Genial ! Wir haben direkt hinter den Tapas – Bars festgemacht. Ein sehr schöner Ort. Von da ging es 84 sm nach Guarracha. Den Ort wählt man nur, weil er strategisch gut liegt. Am nächsten Tag ging es nach vielem kreuzen nach Cartagena. Der Ort ist schon schöner aber kann an Santa Pola und vor allem an Alicante nicht heranreichen.

 

Den Großen Schlag über das Mittelmeer nach Ibiza haben wir auf Freitag verschoben, weil uns die Wettervorhersage schönen Segelwind versprochen hatte.

Aktivurlaub auf einer Segelyacht
Alicante, da war schon etwas mehr los. Die Marina ist sehr groß.

7.oo Uhr haben wir abgelegt und sind erst um 21.00 Uhr in der Marina Ibiza angekommen. Segeln konnten wir über die gesammte Strecke nur ca. 4,5 Stunden. Dafür war die See recht ruhig und der Törn stressfrei.

 

Ibiza ist dann der Kulturschock ! Hammer was hier abgeht. Die Schönen und Reichen treiben sich hier rum und feiern heftig. Wer schon mal auf Ibiza war weiß was ich meine. Ich hoffe in der kommenden Wochen werde ich noch etwas mehr von Ibiza erleben.

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Überführungstörn vom Atlantik ins Mittelmeer

Die JOJO unterwegs von Vilamoura nach Malaga

Als meine Mädels vom Vortörn hörten, dass die nächsten Törns nur Männer an Bord kommen, kamen Kommentare wie. Na dann werdet ihr im Hafen immer Fußball gucken und dazu Hamburger mit Pommes Schranke essen. Mit Glück bekommste mal Rührei. Weit gefehlt meine Damen! Gleich am ersten Abend mit der neuen Männercrew war Champoinsleag Finale. Meine Herren wählten aber eines der sehr seltenen Restaurants ohne TV und speisten Fisch ! ;-)

Vom Atlantik ins Mittelmeer mit der Segelyacht
Unsere Fahrt durchs Wasser lag unter 7 kn, über Grund waren es 9,7 kn wie man hier sieht.

Die ersten zwei Tage haben wir mit gutem Wind große Strecken machen können. Der erste Stop in Mazagon, von da ging es früh morgens weiter nach Barbate. Da wollte ich eigentlich nie mehr hin, weil es der ödeste Hafen ist, den man sich vorstellen kann. Einzig der große Supermarkt in der Nähe ist klasse. Strategisch hat sich der Hafen aber so dermaßen aufgedrängt, dass wir dann doch dort übernachtet haben. Das Wetter und die Gezeiten sowie Strömungsverhältnisse haben keine Alternative zugelassen.

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Algarve im Mai

Urlaub auf der Segelyacht
Segeltörn in der Algarve Portimao

Die Segeltörns in der Algarve sind auch schon wieder vorbei und haben viel Spaß gemacht. Ich wohne ja schon seit einer ganzen Weile in Portugal, aber die Algarve ist noch mal was Anderes, als das Portugal, wie ich es kenne. Fast alle Portugiesen sprechen hier englisch und sind etwas lockere drauf. Man ist geschäftstüchtiger und flexibler. Es hat mir sehr gut gefallen.

 

Sicher haben die vielen Engländer und der stärkere Tourismus hier einen großen Einfluß und haben alles etwas Weltoffener gemacht.

Die JOJO unterwegs im Atlantik
Segeln auf einer Yacht mit Skipper

Die Hafenstädte - vor allem Lagos und Portimao sind voller Leben und Musik ohne dabei hektisch zu wirken. Hier setzt man sich gerne in das Örtchen, genießt die schöne Atmosphäre und in der Nähe gibt es immer jemanden, der live Musik macht. In der Hochsaison kann das bestimmt auch etwas zu viel werden, aber im Mai ist das ganz vorne.

 

 

Bei den Törns haben wir recht wenige Seemeilen gemacht, aber immer gut und entspannt gesegelt und uns Zeit für Landgänge genommen.

Nicht nur die Häfen, sonder vor allem die Kulisse der Küste ist sehr, sehr schön. Schaut euch mal die Bilder an! Diese Felsen im Wasser sind Kunstwerke!

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Saisonstart 2016

So sah das aus, als wir die Yacht von Nazare in die Algarve geselgelt haben. Nur wenige Wetterfenster, weil dieser Winter so gar nicht das übliche an Wetter zeigen wollte. Sturm und Regen und der Wind sehr oft aus Süd, was blöd ist wenn man nach Süden will.

 

Bei ca. 50 Grad am Wind und hoher Welle lief die JOJO richtig schnell. 90 sm in 11 Stunden ist verdammt schnell. Wir hatte sogar mal 9,6 kn auf dem GPS ....

Roman, der Konstrukteur von dem Decksaufbau ist mit in die Algarve gesegelt und durfte unterwegs gleich die Vorteile seines Kunstwerkes genießen. Die Arbeiten an der JOJO gingen bis zum letzten Tag. Roman hat noch unterwegs jede Minute genutzt. Der Lack war gerade trocken als die ersten Gäste an Bord kamen. Puhh, hauptsache ich bin rechtzeitig am Start und kann meine Gäste begrüßen.

Der Sommer kam dann auch genau am Tag, als meine Gäste da waren. Endlich warm und milder Wind. Jetzt genießen wir ganz entspannt die Algarve. Ahh, Vladimir fehlt noch auf dem Foto. Ich hab hier mal wieder selten gutes Internet und meine Lieben an Bord warten auf mich - wir wollen auf nach Albufeira. 

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Überführung der Segelyacht von Malaga über Gibraltar nach Villamoura

Malaga , Gibraltar, Algarve


Tobi ist noch die nächste Woche mit an Bord und unser Sunshine Kristina verlängert noch ein paar Tage. Die anderen gehen von Bord, aber es gibt hoffentlich ein Wiedersehen.


Dazu kommen noch Nils und Andreas. Am ersten Tag machen wir gleich die ganze Strecke bis nach Gibraltar. Wir haben den direkten Kurs genommen und kommen dabei in den vorherschenden West-Ost Strom. Aus der Fahrt von 7 kn werde plötzlich 4,1 kn. Wir müssen den Kurs ändern um dichter unter Land zu kommen. Da ist die Strömung erheblich geringen und gelegentlich sogar entgegegesetzt.


Die Stimmung vor Gibraltar ist etwas spooky. Es ist sehr diesig und der Fels von Gibraltar heb sich davor leicht ab. Auch die afrikanische Küste ist im Dunst zu sehen mit einer großen Rauchwolke. Viele große Schiffe liegen auf Reede. Ist alles nicht sehr fotogen .... aber ein Bild, dass im Kopf hängen bleibt.

Aus dem Mittelmeer Richtung Gibraltar

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Segeltörn von Malle nach Malaga

Die zweite große Etappe der Überführung von Mallorca nach Malaga 432 sm !

Der Segeltörn mit Delfinen als Begleiter

Define würden auch einen Segeltörn mit machen
Mitsegeln, mitschwimmen ;-) Delfine sind immer gerne gesehen
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Von Sardinien nach Mallorca

Die erste Etappe von Sardinien nach Mallorca

Reiseblog vom Segeltörn nach Mallorca
Mitsegeln im Mittelmeer

12.9.15 Es wird späte Nacht, aber dann ist die Crew doch komplett. Die Einkäufe für unsere gefühlte Weltreise haben Andreas, Rüdiger und ich schon am Nachmittag erledigt. Später kommen Freunde von Rüdiger, Eda und Georg noch dazu und gegen 23.00 Uhr ist Flo dann auch da. Rüdiger und Flo sind schon vorher mit mir gesegelt und hatten Lust auf das Abenteuer mal echtes Blauwasser zu segeln.

eine lange Segeltour durch das westliche Mittelmeer
Überführungstörn von Sardinien nach Mallorca

Am Sonntag geht es dann recht früh los. Bei den normalen Urlaubstörns lassen wir uns morgens immer Zeit – nur keine Hecktik ! Diesmal ist es etwas andres – wir müssen Strecke machen. 420 Seemeilen sind nicht wenig. Die Leinen sind noch vor 8.00 Uhr los und wir segeln erstmal nach Castelsardo. Die erste Etappe sind "nur 55 sm". Zunächst haben wir ganz guten Wind aus SO, der dann schwächer wird, bis wir den Motor anmachen müssen um das letzte Stück zu schaffen. Die Strecke hat richtig Spaß gemacht. Flo schnappt sich meine Gitarre und wir haben uns unterwegs beim Gitarre spielen abgewechselt und gesungen. In Castelsardo machen wir im Hafen fest und gehen nochmal richtig lecker Essen.

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Die letzten Segeltouren der Saison 2015  Korsika Sardinien 

Die etwas andern Segeltouren 

aktiv mitsegeln auch für Singles und Alleinreisende bei Viagempirata
Segeltour geht zu Ende. Sonnenuntergang im Maddalena Archipel vor Sardinien

Die Hochsaison ist wieder vorüber, die Ferien der Italiener sind vorbei und es ist wieder sehr ruhig geworden in den Häfen. Ich bin ein bisschen müde und der letzte Törn in diesem Revier liegt jetzt hinter mir. Zeit zum durchatmen ? Nur für 2 Tage !! Dann geht es für die JOJO und mich erst richtig los. Vor uns liegen ca.1300 sm durch das ganze westliche Mittelmeer und noch ein gutes Stück Atlantik. Das wird Abenteuer !

.... darüber werde ich bestimmt auch noch berichten, aber hier erst mal der Blog für die vergangenen Wochen.  

Der Südosten von Sardinien

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Hochsaison in Sardinien 

Urlaub auf der Segelyacht bei Sardinien in der Hochsaison

Segeltörn für Singles und Alleinreisende aktiv mitsegeln
Klaus von der Crew der JOJO im Partyrausch auf La Maddalena

Wieder sind ein paar Wochen vergangen und heute müssen wir wegen zu viel Wind im Hafen bleiben. Das ist dann mal wieder eine Gelegenheit etwas auf dem Blog zu posten.

Das ist jetzt über die Wochen in der Hochsaison. Die einsamen Buchten aus der Vorsaison sind jetzt voll mit Booten. Es ist gelegentlich so heiß, dass wir sehr froh sind auf dem Wasser zu sein und man sich eine Abkühlung im Meer gönnen kann. Das Meer hat eine angenehme Badetemperatur und das zieht jeden der Zeit und ein Boot hat aufs Meer und in die schönen Buchten. Alles ist unterwegs und die Plätze in den Häfen werden rar. Gut, dass ich hier schon eine Weile unterwegs bin und mir in den Häfen ein paar Freunde machen konnte. Auf die Art – mit Vitamin B- bekommt die JOJO dann doch immer einen Liegeplatz.

Jetzt ist eher die laute und fröhliche Zeit, in der die dolce- vita lebenden Italiener unterwegs sind. Da gibts auch gelegentlich mal ne tolle Party. ... und wir mitten drin ....

Mitsegeln, da ist die Crew das besondere

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Segeltörns bis Mitte Juli

Mitsegeln auf der Segelyacht JOJO

Urlaub auf einer Segelyacht Reisebericht
Segeltörn mitmachen mitsegeln Sadrinien, Mittlmeer und im scheiß türkis baden

Ja, ich weiß es ja ! Viele warten schon auf Neuigkeiten von den Seereisen der JOJO. Was gibt es Neues auf dem Mitsegltörn von Viagempirata ? We war an Bord ? Was ist pasiert? Mehr Fotos von der Yacht, Sardinien, Korsika und dem traumhaften "scheiß türkis" von den Inseln im Maddalena Archipel.  

Es ist in den letzen Wochen schon wieder soo viel passiert und auf dem Blog ist nix zu lesen. :-/ Sorry Leute ! Oft ist wenig Zeit, um sich an den Computer zu setzten und zu schreiben und wenn dann mal Zeit ist finde ich es auch einfach schön zu genießen was ist – statt darüber zu schreiben.

Dann ist das jetzt auch die Zeit, wo man die Skipperkollegen wiedertrifft und auch gerne mal mit denen ein Bierchen trinken geht um etwas zu quatschen.

Ich hatte wieder viel interessante Leute an Bord, es gab Wiedersehen mit alten Mitseglern wie Thomas, Janina, Siggi, Sybille, Björn und Dagmar, die ich diesmal auf der JOJO begrüßen konnte.Viel guten Segelwind und traumhafte Buchten, von denen ich schon so viele Fotos auf dem Blog habe.

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Drü Schwizer mitsegeln Sardinien und Jassen

Der Segeltörn mit Luxus 4 Kabinen 4 Personen

Das sind sie, meine drü schwiezer Jungs. Markus, Matthias und Linus.  Hier beim Landgang mit UIJUI  und scheiß türkis im Hintergrund. 

Mitte Mai ist noch Vorsaison für Segler und es ist nicht viel los. So war die JOJO auch nur mit 3 Gästen belegt. Jeder hatte seine eigene Kabine und auf 46 Fuß konnten wir uns gut ausbreiten.  

Ich habe endlich das Jassen gelernt. Die merkwürdigen Karten sind sehr gewöhnungs-bedürftig und die Regeln hab ich noch manchmal etwas durcheinander geworfen aber wie sich das gehört, kam das Glück des Anfängers dazu und habe doch meistens gewinnen können.

Aktivurlaub für Bergsteiger

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Die Saison ist eröffnet erster Segeltörn 2015

Segeltörn im Mittelmeer mitmachen. Aktivurlaub auf einer Segelyacht für Alleinreisende
Segeltörn im Mai der erste Mitsegeltörn auf der JOJO Costa Smeralda und das Maddalena Archipel

Sybille ist mein erster Gast auf der JOJO. Sybille, du hast einen Platz in den Geschichtsbüchern der JOJO. Sie hat dann auch die Beschriftung von dem Beiboot gemacht. Da haben wir gemeinsam eine Weile dran gefeilt und sind dann auf diesen genialen Schriftzug gekommen. 

Zu zweit macht IUJUI auch richtig Laune. Hier unser Strand-ausflug in der Cala Portese. 

Abends haben wir ein paar mal zusammen musiziert und so ist die Woche ganz schnell vergangen. 

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Die Fachwelt inspiziert das Beiboot

Segeltörn mitmachen von Sardinien, Korsika über Mallorca, Gibraltar bis in die Algave
erster Segeltörn mit der JOJO. Mitsegeln Sardinien. Durchs Mittelmeer bis in den Atlantik nach Portugal

JOJO hat eine Beiboot bekommen. Ich werde es UIJUI nennen. Bis dato hatte ich immer Dinghys mit 2,5 oder 4 PS. UIJUI hat 15 PS und ist damit ganz schön flott unterwegs. Daher der Name. Ich habe es von kompetenter Seite Inspizieren lassen. Der Chef wollte dann noch Unterstützung von Fachpersonal für das Unterwasserschiff.

Segeltörn aktiv mitmachen. Für Anfänger und erfahrene Segler vor allem aber für Genießer!
Segeln in der Vorsaison, Delfin an der Yacht. Kojencharter ist gerade für Alleinreisende ein toller Aktivurlaub.

Hier kommt die Unterwasser-Besichtigung. Aufgenommen von Sybille, meinem ersten Gast an Bord. Heute morgen in der Cala di Palma. Die Delfine kommen selten in die Bucht. Sowas sieht man nur in der Vorsaison. 

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Die Übernahme der JOJO

Da war ich schon etwas aufgeregt, bevor ich nach Sardinien geflogen bin um die Yacht zu übernehmen. Ein One-way Ticket, ich will ja mit ihr nach Portugal zurück segeln!

Seit einer sehr langen Zeit hab ich davon geträumt eine eigene Yacht zu besitzen. Wenn es dann soweit ist hat man schon seine Zweifel: Wird alles mit dem Deal korrekt ablaufen? Werde ich noch versteckte Mängel entdecken? 

Jetzt bin ich seit 2 Wochen auf dem Schiff und - alles gut. Ich bin sogar angenehm überrascht, wie gut sie gewartet wurde. Als ich dann den neuen Namen ans Heck gemacht habe und dann noch das Logo von Viagempirata dran war, konnte ich erst so langsam glauben was hier passiert ist. Eine Jungfernfahrt von Portisco nach Olbia habe ich schon hinter mir.

Ich hab schon einiges gemacht, um den Komfort zu erhöhen. Vom Kochgeschirr über geschmeidige Festmacher und automatischen Rettungswesten bis zu Polstern. Eben die vielen kleinen Nebensächlichkeiten, die das Leben angenehmer machen. 

aktiv mitsegeln auf Bavaria 46 Cruiser zwischen Sardinien und Korsika
Segeltörn mit Skipper für Anfänger und erfahrene Segler im Mittelmeer Aktivurlaub für Alleinreisende

Das kleine Beiboot unten auf dem Bild gehört jetzt auch dazu. Es war ein Schnäppchen und macht echt Laune. Mit seinen 15 PS reicht es nicht für Wasserski oder Ähnliches, aber es kommt mit 2 evtl. auch mit 3 Personen ins Gleiten und geht richtig gut ab. Ich habe heute gleich einen Ausflug nach Olbia damit gemacht. Dabei hab ich mich gefühlt wie ein Kind auf der Kirmis :-) jippiii !

Jetzt freu ich mich auf meine Gäste!

Für einen Segeltörn zum Mitsegeln ist die Bavaria 46 Cruiser genau das Richtige. Leider ist es Nachts noch recht kühl hier auf Sardinien und ich brauche einen Heizlüfter - also Strom vom Hafen. Deshalb bleibe ich auch noch den April hier in der Marina di Olbia. Aber im Mai geht es dann los !

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